In diesem Blog fielen ihre Namen schon öfter: Pater Marco Arana, Menschenrechts-Preisträger (PDF) und Mitglied der Umweltschutzorganisation GRUFIDES, und Mirtha Vasquez Chuquilin, Geschäftsführerin von GRUFIDES. Ich lernte beide persönlich vor knapp einem Jahr in Cajamarca persönlich kennen und schätzen. Sie und viele andere stehen für die Menschenrechte und Umweltschutz im Norden Perus ein – ein zugebenermaßen nicht einfacher Job, wenn man es mit Yanacocha (Kurzfilm), einer der größten Goldminen weltweit zu tun hat, die es durch tragische Quecksilber-Unfälle (hier: kurze Doku) und Korruption zu einem zweifelhaften Ruhm gebracht hat.

Amnesty International ruft dieser Tage zu einer Urgent Action auf (was genau das ist und wie jeder ohne großen Zeitaufwand dabei mitmachen kann, erfährt man hier.)

Grund für die Aktion ist die steigenden Sorge um Marco und Miertha, nachdem in den letzten Monaten in dem seit Jahren schwelenden Konflikt mit der Goldmine (Hauptanteilseigner: Newmont Mining Corp.) zwei Kleinbauern, ein Demonstrant sowie Edmundo Becerra Corina, ein Umweltschützer, gewaltsam ums Leben gekommen sind. Auch Marco, Mirtha und andere Grufides-Mitglieder sind immer häufiger Opfer von anonymen Drohungen (Mord und Vergewaltigung) gewurden und wurden nachts von dunklen Gestalten verfolgt. (Audiobeitrag auf Spanisch, Interview mit Marco)

Ich denke, die Sache verdient auch hier bei uns einiges an Aufmerksamkeit, denn wer weiß, wo die goldenen Ringe beim Juwelier neben an, ihren Ursprung haben.